NEWS

Herzlich willkommen auf der NEWS-Seite der GEDOK Mitteldeutschland e.V. Hier informieren wir über all die Themen, Aspekte, Ausschreibungen und künstlerischen Neuigkeiten, die wichtig für unsere Mitglieder und interessierte Künstler*innen sein könnten. 

 

Um zu erfahren, was die GEDOK Mitteldeutschland ausmacht und wie wir arbeiten, startet man am besten hier.


Neu in der GEDOK en passant Galerie

10. Oktober 2021

Ankündigung zur en passant-Ausstellung von Dagmar Zehnel
Ankündigung zur en passant-Ausstellung von Dagmar Zehnel

„Konzert-Ausstellung“ am 21. Oktober 2021

8. Oktober 2021

Am 26.10.2021 findet eine ganz besondere „Konzert-Ausstellung“ statt: Ein Dialog zwischen Bildern und einem Video zum Thema „geschlossene Augen“ von der Konzeptkünstlerin MARIA CORNELIA mit zeitgenössischer Musik. „DURCH“ ist eine Video-Komposition die im Dialog mit dem Komponisten Johannes K. Hildebrandt entstanden ist. Die beiden Kompositionen „4 islands“ und „Das Grau“ treffen auf jeweils ein Bild von Maria Cornelia das Ensemble MIET+ wird zusätzlich zu weiteren Bildern von Maria Cornelia zum gleichen Thema improvisieren. 


Das Extra zum Herbstspaziergang

16. September 2021

Am 18. und 19. September ist es wieder so weit, die Galerien und Künstler*innen des Spinnerei-Geländes laden zum Herbstspaziergang ... und wer es schon bis dort hin geschafft hat, dem empfehlen wir gerne noch einen kleinen Abstecher zur Freiluftgalerie in der "Alten Salzstraße" sowie direkt auf dem Parkfriedhof Plagwitz (Zugang über Stockmannstraße möglich). Zu sehen sind dort die Werke von Künstlerinnen und Künstlern, die sich an unserem jährlich stattfindenden Kunstsymposium beteiligen. 

Bilder einer Ausstellung, Freiluftgalerie auf dem Parkfriedhof Plagwitz. Bild im Vordergrund: Nawar Alhusaris Arbeit zum Kunstysmposium "Gespiegelte Zeit"  "All Homes are Temporary".
Bilder einer Ausstellung, Freiluftgalerie auf dem Parkfriedhof Plagwitz. Bild im Vordergrund: Nawar Alhusaris Arbeit zum Kunstysmposium "Gespiegelte Zeit" "All Homes are Temporary".

in memoriam

»Nachklänge«

zum Leben und Schaffen von Christel Blume-Benzler

 

Als es darum ging, zu Gedichten von Else Lasker-Schüler eine Grafik für eine Mappe zu schaffen, 1996 von der GEDOK in Leipzig herausgegeben, wählte Christel Blume-Benzler das Gedicht »Nachklänge«, und erzählt mit der Radiernadel vom Schicksal einer Frau.Die Verse: »Auf den harten Linien /meiner Siege“ oder »Arglos über stille Tiefen« betrafen sie selbst; denn ihr langer Weg war ungewöhnlich und kein leichter. Jetzt ging das schaffensreiche Leben der Malerin und Grafikerin zu Ende. 1925 in Leipzig geboren, durchlitt sie den furchtbaren Zweiten Weltkrieg und wünschte nichts mehr als Frieden, Sicherheit, die Möglichkeit, künstlerisch zu arbeiten. Sie gehörte zu den wenigen Frauen des ersten Semesters nach 1945, die an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) das Diplom für Grafik erhielten. Malerei wurde dort noch nicht gelehrt, entsprechende Kenntnisse und Fähigkeiten mussten selbst angeeignet werden.

 

Und Blume-Benzler war eine der wenigen Frauen ihrer Generation, die sich mit ihrer künstlerischen Arbeit durchsetzen konnten, auch wenn bald Kinder und Haushalt viele Nachschichten erforderten und Rückschläge nicht ausblieben – eine Wegbereiterin. Sie sagte sich und anderen: »Neben den angenehmen und beglückenden Momenten, die man beim Machen eines Kunstwerkes verspürt, sollte man sich auch der Schwierigkeiten, die bei diesem Prozess ständig vorhanden sind, bewusstwerden. « Freiberuflich arbeitend, fand sie zunächst als Illustratorin, dann auch durch baukünstlerische Aufträge Gestaltungs- und Verdienstmöglichkeiten sowie durch Unterweisung in Zirkeln des bildnerischen Volkskunstschaffens. Gekrönt wurden die pädagogischen Ambitionen mit einem Lehrauftrag in der Abteilung Vorstudium der HGB im Fach Gestaltungslehre.


Christel Blume-Benzler hinterlässt ein umfangreiches Œuvre von Malereien, Zeichnungen, Druckgrafiken, auch Plastiken, ein Gebiet, dem sie eher heimlich zugeneigt war. Es ist ein Werk von eigener Ordnung, geprägt durch ihren Geist, ihr Erleben, ihre Sensibilität, dass es zu erhalten gilt, weil es trotz vieler Ausstellungen im Einzelnen in seiner Gesamtheit der Entdeckung und Bewertung harrt.

 

Als engagierte Streiterin für Recht und Gerechtigkeit, ergriff Christel Blume-Benzler in den Wendejahren die Gelegenheit, Künstlerinnen Platz und Raum zu schaffen. So übernahm sie 1991 als eine der angesehenen Gründerinnen des gemeinnützigen Künstlerinnenvereins GEDOK, Gruppe Leipzig/Sachsen den Vorsitz, quasi als Nachfolgerin von Edith Mendelssohn Bartholdy, die 1930 diese Gemeinschaft hier etablierte. Zusammen mit anderen legte sie den Grundstein für das jahrelange Wirken und Zusammenwirken von bildenden und angewandten Künstlerinnen, Musikerinnen, Schauspielerinnen, Schriftstellerinnen in Leipzig, Mitteldeutschland und darüber hinaus.

 

Als bedeutende Künstlerin und als gesellschaftlich engagierte Persönlichkeit
bleibt Christel Blume-Benzler in unseren Herzen und in unserm Gedächtnis.

 

Rita Jorek

Journalistin, Publizistin in Leipzig und Ehrenmitglied der GEDOK Mitteldeutschland e. V.

Leipzig, 3. August 2021


Hannelore Röhl
Unser ehemalige Mitstreiterin, die bildende Künstlerin Hannelore Röhl ist am 22. Juli 2021, im Alter von 87 Jahren verstorben.

Sie wurde 1934 in Pethau/ Sachsen geboren. Absolvierte von 1952 bis 1956 das Studium der Malerei, Kunsterziehung und Kunstgeschichte am Caspar-David-Friedrich-Institut an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Bis 1960 war sie Gymnasiallehrerin in Leipzig. Ab 1976 Bereichsleiterin »Kunst am Bau« in Leipzig. 1977 bis 1978 war sie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig persönliche Referentin von Prof. Bernhard Heisig. 1970 bis 1990 Leiterin der Galerie im Leibniz-Klub Leipzig. Seit 1990 war sie als freischaffende Künstlerin und Dozentin in Leipzig und Kohren-Salis tätig. Quelle: https://www.leipzig-lese.de Dr. Konrad Lindner


12. Nacht der Kunst

Die Ausstellung »Plastik - Objekte - Installationen«

von Ute Hartwig-Schulz ist an diesem Abend geöffnet.

 

4. September 2021, 16 bis 24 Uhr, Garten des Schillerhaus Leipzig, Menckestraße 42, 04155 Leipzig

Der idyllische Bauerngarten des Schillerhauses in Leipzig-Gohlis lockt in diesem Sommer mit einer besonderen Präsentation: Zwölf Skulpturen der Bildhauerin Ute Hartwig-Schulz erinnern an bedeutende Frauen der Leipziger Kulturgeschichte.

Das Stadtgeschichtliche Museum knüpft damit an die Ausstellung der GEDOK Mitteldeutschland vom Herbst 2020 an, bei der 21 Künstlerinnen in den historischen Räumen des Alten Rathauses starke Zeichen gegen die vorherrschende Unsichtbarkeit von Frauen in der männer-dominierten Geschichtsschreibung setzten.


Künstlerinnengespräch

mit Nori Blume in der aktuellen Ausstellung

der en passant Galerie im Haus des Buches mit dem Titel:

»Why are you here?«

 

Die Künstlerin wird über ihre Werke, ihre künstlerische Intensionen und ihre Arbeitsweise mit den Gästen ins Gespräch kommen.

Gezeigt werden bisher nicht gezeigte Arbeiten aus der Zeit des Lockdowns, eine Reihe von Zeichnungen und ein Kurzfilm der in Leipzig lebenden Künstlerin Nori Blume.

Die Ausstellung geht noch bis 30. September 2021


»Im Rausch der Blüten« - Ausstellung mit Lesung

Am 8.9.2021 findet ab 18:00 Uhr die Lesung »Florales - Blütenzauber« in der Altenburger Galerie »Am Markt« statt. Mit dieser lassen uns die Leipziger Künstlerinnen Sylvia Gerlach und Maria Hoffmann ihre Freude am genauen Beobachten der Natur mitempfinden.

Noch bis zum 22.09.2021 kann die dazugehörige Ausstellung »Im Rausch der Blüten« besucht werden. In dieser werden Blumenaquarelle  Sylvia Gerlachs sowie auf die Werke abgestimmte Gedichte Maria Hoffmanns gezeigt.  

 

Ort: Galerie am Markt, 04600 Altenburg / Thür. Markt 12 (Eingang Marktgasse)

Öffnungszeiten: Mi 10-14 Uhr oder nach Vereinbarung (0160 94788705)

Weitere Informationen zur Künstlerin Sylvia Gerlach gibt hier.

Sylvia Gerlach, "Blütenzauber"
Sylvia Gerlach, "Blütenzauber"

Ausstellung »Farb- und Formtagebuch«

Vom 10.09. bis 24.10.2021 ist die Kunstausstellung »Farb- und Formtagebuch«

von Anja Böttger im Soziokulturellen Stadtteilzentrum Reudnitz/ Thonberg zu sehen. Bei den im Rahmen des Ostlichter-Stadtteilkulturfestivals gezeigten Werken handelt es sich um abstrakte Pastell- und Ölkreidearbeiten der Leipziger Künstlerin.

 Zudem finden die folgenden Veranstaltung im Rahmen des Ostlichter-Stadtteilkulturfestivals statt:

Vernissage: 9.9.2021, 18.30 Uhr - 22 Uhr  mit DJ Frizzante 

 Finissage: 24.10.2021, ab 16:00 Uhr mit Swingmusik von DJ Frizzante

 ... es darf auch getanzt werden 🙂! Für alle Veranstaltungen gelten die aktuellen Corona Bestimmungen des Landes.

Daneben kann die Ausstellung von Montag bis Freitag zwischen 10:00 bis 18:00 Uhr besucht werden. 

 

MÜHLSTRASSE 14 e. V., Soziokulturelles Stadtteilzentrum Reudnitz / Thonberg, Mühlstraße 14, 04317 Leipzig

Anja Böttger: "Gedankenberuhigung", Ölkreide auf Papier, 21 x 29,7 cm, 2018.
Anja Böttger: "Gedankenberuhigung", Ölkreide auf Papier, 21 x 29,7 cm, 2018.

GEDOK-Jahresausstellung 2021

In unserer diesjährigen Jahresausstellung »Die Freiheit frei zu sein« lenkten die Künstlerinnen der GEDOK ihren Blick auf das Leben von Blick von Edith Luisa Ida Mendelssohn-Bartholdy (06.01.1882-09.07.1969).

 

Alle Informationen zur Ausstellung gibt es hier.


Internationales Kunstsymposium »Gespiegelte Zeit«

Zum 6. Mal treffen sich ab heute Künstler:innen auf dem Parkfriedhof Leipzig Plagwitz, an der Via Regia. Für dieses Jahr übernahm Dr. Skadi Jennicke, Bürgermeisterin und Beigeordnete für Kultur der Stadt Leipzig für die Schirmherrschaft.

 

Diese Ausschreibung richtete sich an professionell tätige bildende Künstler:innen in Bereichen der Malerei, Bildhauerei, Mural Art, Installation, Fotografie. Ebenso konnten es Videokunst, Komposition, Darstellende Kunst wie Performance, Tanz, szenische Formate oder LandArt, Landschaftsarchitektur, Lichtkunst, Literatur sein. Eingeladen waren Künstler:innen aus Deutschland sowie Gastkünstler:innen entlang der Via Regia Cultura, der Kulturstraße des Europarates.

 

Es konnten Ideen für Werke in Bild und Reliefform, Objekt oder temporäre Formate für den öffentlichen Raum eingereicht werden, die für ca. ein Jahr oder länger im öffentlichen Raum (Parkfriedhof Plagwitz) gezeigt werden.

In diesem Jahr sind es Künstler:innen verschiedener Sparten, die zum Thema »Gespiegelte Zeit« ihre Idee entwickeln, diskutieren, umsetzen und zum Abschluss öffentlich präsentieren. Details zum Hintergrund, Ablauf sowie den begleitenden Veranstaltungen gibt es hier. Zugleich sind alle Interessierten herzliche eingeladen während des Symposiums oder zur Abschlusspräsentation mit den Künstler:innen ins Gespräch zu kommen.

 

Teilnehmer:innen: Nawar Alhusari (Installation), Jana Beerhold (Mosaik-installation), Brunhild Fischer (Musik und Komposition), Olaf Klimpel (Audiokunst), Petra Herrmann (Installation), Anna Kaleri (Performative Lyrik), Kerstin Krieg (Installation), Irena Paskali (Grafik), Jelena Radosavljevic (Malerei), Susanne Werdin (Malerei), Lisa Wölfel (Malerei, Installation)


Nachruf auf Friederike Fuchs

4. Juni 2021

Wir trauern um Friederike Fuchs - 04.02.1942-6.02.2021 - 

Freiberuflich als Architektin, Designerin und Keramikerin tätig, fühlte sich zunehmend der künstlerischen Arbeit mit Ton hingezogen. 1985 richtete sich ein eigenes Keramik-Atelier ein und betrieb ab 2001 eine eigene Verkaufsgalerie“ Kunst & Keramik“ in der in Halle/Saale. 

 

Als Mitglied der GEDOK Gruppe Leipzig/Sachsen e. V. (GEDOK) nahmen ihre figürlich, künstlerisch gestalteten Keramiken, besonders Frauen, einen Platz in den vom Verein organisierten Ausstellungen ein, den Einklang von angewandter und bildender Kunst vermittelnd. 

Während ihrer Mitgliedschaft in der GEDOK engagierte sie sich und unterstützte den Verein. 

Für dies alles bedanken wir uns. 

 

der Vorstand der GEDOK Mitteldeutschland e. V.